Positive Effekte in der Anwendung des speziellen Infrarot STIR bei der Papierbeschichtung

Bereich: Trocknen, Erwärmen und Polymerisieren von Papier-Beschichtungen

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Sprühen nach den Nasspressen STIR®-Strahler aus Richtung Rückseite

In diesem Jahr konnte die IBT.InfraBioTech GmbH in einer Vielzahl von Projekten die STIR®-Technologie erfolgreich weiterentwickeln und einsetzen.

Für den Bereich der Papierveredlung wurde im Technikum der Papiertechnischen Stiftung in Heidenau die Beeinflussung der Papiereigenschaften durch Sprühbeschichtung von Additiven und deren Trocknung durch STIR®-Infrarot im Vergleich zum kurzwelligen Hellstrahler untersucht. Ziel der Untersuchung war die Erarbeitung einer Aussage, ob und für welche Einsatzbedingungen die STIR®- Technologie energetische und qualitative Vorteile in der Papierindustrie bringen kann. Dazu sollten Aussagen zu folgenden Fragestellungen erarbeitet werden:

  • Vergleich der spezifischen Trocknungsrate in Abhängigkeit vom Beschichtungsmedium (Wasserfarben, Papierfestiger, Oberflächenschichtbildner)
  • Vergleich der erreichbaren Oberflächentemperaturen der Papierbahn
  • Vergleich der entstehenden Papiereigenschaften

siehe auch PTS-News 1/2009 S.27

Nach Auswertung der Messergebnisse konnte generell für zukünftige Papieranlagen eine IR-Trocknung nach dem Auftrag von Beschichtungen vor dem folgenden Trockenzylinder als vorteilhaft empfohlen werden:

Der Einsatz eines STIR®-Strahlers bringt im Vergleich zum kurzwelligen Hellstrahler vor allem Vorteile,

1. wenn eine hohe Oberflächentemperatur der Bahn erreicht werden soll. Damit kann eine bessere Filmbildung oder Vernetzung erreicht werden.

2. wenn Wasser (Wasserlack) von der Oberfläche getrocknet werden soll.

3. bei der Trocknung von Beschichtungen, die auf ein trockenes Papier (ca. 90% TG) aufgetragen werden (Papierdruck).

Nach Herausstellung der besonderen Vorteile der STIR®-Technologie gegenüber dem konventionellen Hellstrahler wurden weitere Versuche mit STIR® durchgeführt.

Das Aufsprühen und Trocknen von Additiven als berührungsloses Auftragsverfahren ermöglicht es, Substanzen aufzutragen, die unverträglich mit der Faserstoffsuspension sind und erst mit dem Faservlies reagieren.

Sowohl der Stoff- als auch der Energieeintrag erfolgen dabei kontaktlos im Vergleich zu bisherigen Walzentechnologien. In Abhängigkeit von den eingesetzten Additiven, der Sprühposition und den nachfolgenden technologischen Bedingungen (Entwässerung und Trocknung) können die Eigenschaften des Papiers mit dem speziellen Infrarot STIR® zielgerichtet beeinflusst werden.

Diese überzeugenden Ergebnisse haben einen Marktführer in der IR-/UV-Anlagentechnik dazu ermutigt, gemeinsam mit IBT eine neue Generation von Infrarot – Strahlerkassetten mit integrierter Konvektion zu entwickeln.

Erste Ergebnisse aus realen Produktionsanlagen werden im 1. Quartal 2010 erwartet.

Ulrich Putzschke
u.putzschke@infrabiotech.de

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